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Cornelia Kempf wurde 1970 in Augsburg/Bayern geboren, publizierte anfangs vor
allem in Zeitungen/Zeitschriften und Anthologien. Nach der Schulzeit, Aus-
und ständiger Weiterbildung
arbeitet sie heute als IT-Systemspezialistin. Und hier ein klein wenig ausführlicher: Januar 1970, genauer, der 13. Es war ein bitterkalter Tag und es war mitten in der Nacht, der Tag, der das Leben meiner Eltern veränderte, der Tag, an dem ich geboren wurde. Vermutlich wurde mir in jener kalten Januarnacht vom 12. auf den 13. die Liebe zur Historie schon in die Wiege gelegt, immerhin sog ich mit meinen ersten Atemzug die Luft einer über zweitausend Jahre alten, mit Geschichte gepflasteren Stadt ein: Augsburg. Da ich nicht als Wunderkind zur Welt kam, musste auch ich das Schreiben erst einmal ganz gewöhnlich erlernen, daher entwickelte sich meine Leidenschaft zur Schriftstellerei erst später. Doch Geschichten erfinden, das konnte ich schon, bevor ich auch nur eine Ahnung davon hatte, wie ich meinen Namen zu buchstabieren habe. Aber als diese Hürde überwunden, ich in der Lage war, einen zusammenhängenden Satz aufs Blatt zu bringen, hielt mich nichts mehr zurück, und ich begann, die Geschichten, die in meinem Kopf herumspukten, aufzuschreiben. Doch der Stein kam erst richtig ins Rollen, als mich ein Unfall für drei Monate ins Krankenhaus verbannte. Dort wagte ich mich mit zwölf Jahren an meinen ersten kleinen Roman: eine Vampierstory. Es folgten Geschichten, die ich heute keinem Auge mehr zumuten möchte, aber der Grundstein war gelegt und von diesem Zeitpunkt an wusste ich, dass die Schriftstellerei aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist Allerdings war die Realität viel zu früh mein unbarmherziger Begleiter. Nach dem Schulabschluss musste ich schon mit fünfzehn den Traum Schriftsteller zu werden, Traum sein lassen und, wie die meisten auch, mich um eine Ausbildung bemühen. Da ich von Natur aus nicht stromlinienförmig gebaut bin (weder physisch noch psychisch) und schon immer ein wenig den unüblichen, zumeist steinigen Weg einschlug, entschied ich mich damals auch nicht für die „frauenkonformen“ Standardberufe, sondern begann 1985 eine Lehre zur Nachrichtengerätemechanikerin. Es war nicht leicht, mit einem Hauptschulabschluss und von Geburt an mit den falschen Chromosomen ausgestattet zu sein, in einem Männerberuf Fuß zu fassen, das bekam ich sehr schnell zu spüren. Aber ich trotzte dem Sturm der ewig Gestrigen, der mir entgegeschlug, gab nicht auf, bis Mann mich akzeptierte. Ich wollte es den Zweiflern beweisen und so gaben sich bei mir nach meiner Lehre Beruf, Schule und Weiterbildung die Klinke in die Hand und ich übte alle technisch möglichen Berufe aus: Nachrichtengerätemechaniker, Informationselektoniker, Netzwerkadministrator, Systemspezialist, Servicereferentin, Module Engineer und sogar selbstständiger IT-Dienstleister darf ich in meinem Lebenslauf verewiglichen. Heute bin ich in der Systemadministration als IT-Systemspezialistin tätig. Viele Jahre sind ins Land gezogen und viel Wasser ist seither ins Meer geflossen und es gab auch viele Tränen, doch meine Leidenschaft zum Schreiben hat mich trotz, vielleicht auch wegen, der vielen Steine, die mir in den Weg geworfen wurden, nie verlassen. In dieser oft hektischen Zeit verfasste ich Kindergeschichten, Bühnenstücke und Jugendromane, nahm an verschiedenen Workshops rund ums Schreiben teil, und belegte einen Kurs für Belletristik. Dennoch, vorrangig war mir die Öffentlichkeit nur über zahlreiche Artikel für die Lokal- und Fachpresse im Bereich Sport und Reiten zugänglich. Natürlich las ich auch sehr viel, vor allem historische Romane, und gab Unsummen für Bücher dieses Genres aus. Als mir der Buchmarkt eine Zeit lang keine neue Lektüre bieten konnte, griff ich nach überlieferten Texten aus vergangenen Epochen. Werke wie das Nibelungenlied, das Rolandslied, Martials Epigramme und vieles mehr, zählen bis heute zu meinen Lieblingslektüren und begeistern mich immer wieder. Heute bekenne ich mich offen zu der Sucht gefährdeten Gemeinschaft der History-Junkys und bin dem Mittelalter und der Antike hoffnungslos verfallen. Und doch, irgendwann genügte es mir nicht mehr, Bücher zu lesen und es kam wie es kommen musste: Ich begann Romane - historische Romane - zu schreiben und eine Geschichte aus dem alten Rom hielt mich über vier Jahre in seinem Bann, bis es zum ersten Erfolg kam: "Die Todgeweihten" fanden bei einem internationalen Schriftstellerwettbewerb in den USA seine ersten Anhänger und selbst Filmproduzenten in Hollywood wurden aufmerksam. Bis heute bekunden sie großes Interesse an diesem Manuskript, das es 2001 von eintausend Einsendungen auf Platz 6 schaffte. 2002 die zweite Auszeichnung: "Die Gärten von Damaskus" wurden zur drittbesten Einsendung gekürt. Und 2003 begannen die Arbeiten zum Drehbuch zu "Die Todgeweihten". Aber das Jahr 2003 war für mich nicht nur mit Erfreulichem gefüllt, ganz im Gegenteil, viele Niederlagen hatte ich einzustreichen, im privaten, wie im beruflichenen Bereich. Ich musste den Sprung ins kalte Wasser wagen, und verließ meinen damaligen Arbeitgeber, um mich für einige Zeit nur mit dem Schreiben zu beschäftigen. Mir fiel diese Entscheidung nicht leicht: raus aus einem relativ gesicherten Berufsleben, und vor allem der finanziellen Sicherheit, hinein in eine von Ängsten und Sorgen geplagten Zukunft, gespickt mit der täglichen Frage: Wie wird es morgen wohl weitergehen? Und trotzdem wagte ich diesen Schritt, erlebte Höhen und Tiefen, die in meinen Werken, insbesondere in "Der Löwe des Kaisers", Verwendung fanden. Heute bereue ich diesen Schritt nicht, er hat mir für viele Dinge die Augen geöffnet. Das Einzige, was ich wirklich vermisse, sind viele meiner damaligen Arbeitskollegen, hierbei gleich mal einen Gruß an all die, die mich nicht vergessen haben und es vermutlich auch nicht können - winke, winke ;-) Aber auch wenn mich das Schreiben sehr ausfüllt, ich mir nicht vorstellen könnte, es jemals zu unterlassen, habe auch ich noch viele andere Hobbies und Aktivitäten, die ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte. Als erstes möchte ich hier meine Freunde nennen, die all meine Lauen zu ertragen haben, wenn es mit dem Schreiben einmal nicht so klappt, und mit denen ich schon so einige Abenteuer zu bestehen hatte. Mein leider schon in den Pferdehimmel aufgenommener Alabaster - dem ich durch unsere täglichen Ausritte sehr viele Einfälle für meine Romane verdankte. Meine Dalmatinerdame Ginger - die mich mit ihrer freundlichen Art immer wieder aufbaut und mein noch "Kleiner" Limbus - der mir sicher in den nächsten Jahren ein treuer Begleiter werden wird. Um alles unter einen Hut zu bringen, opfere ich viel Schlaf, aber nichts möchte ich missen. Seit 2002 bin ich Mitglied im Verein zur Förderung historischer Romane e.V. Quo Vadis. Nicht alles gefunden?
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